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Konzept und Leitbild

Grundlage der Arbeit im Carl-Sonnenschein-Haus bildet ein christliches, humanistisches Menschenbild, wie es auch im Leben und Schaffen unseres Namensgebers Carl Sonnenschein zum Ausdruck kommt, der seinerzeit schon als 'personales Angebot' für die Menschen im Jakobsviertel wirkte.

Das personale Angebot ist zentrales Element unserer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und unser primärer Auftrag (siehe: Synodenbeschluss der Bistümer der BRD von 1975).

Diese gelebte Beziehung zwischen Menschen ist aktueller denn je, steht bezüglich der Jugendarbeit in einer sich bedingenden Abhängigkeit zum Sachangebot, ist diesem aber eindeutig vorangestellt.

Sie bezieht sich in unserem Verständnis auf alle Kinder und Jugendlichen unabhängig von ihrer Konfession, Herkunft, Kultur, Sprache, Ausbildung, Hautfarbe oder Ihrem Geschlecht und ihrem gesellschaftlichen Status.

Die übergeordneten Ziele unserer Arbeit sind in Ableitung aus dem Rahmenkonzept für Jugendfreizeitstätten der OKJA im Bistum Aachen wie folgt zu beschreiben:

- beitragen zu einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen
- Hilfestellung bei der Selbstverwirklichung in der Beziehung zu anderen Menschen bieten
- Sinnorientierung auf dem Hintergrund der christlichen Botschaft ermöglichen und damit Gott in seiner Beziehung zu den Menschen erfahrbar machen.
- Anreize schaffen und Möglichkeiten bieten, damit Kinder und Jugendliche ihre Bedürfnisse, Neigungen, Fähigkeiten und Talente entdecken können, diese durch sinnvolle Angebote fördern und unabhängig von Leistungsanforderungen und Bewertungen entwickeln und entfalten
- positive, die Lebenswelt verbessernde Faktoren gesellschaftlichen Lebens verstärken
- Förderung von Mitbestimmung und Mitverantwortung
- Gemeinschaftserfahrungen, Partnerschaftlichkeit und demokratisches Denken und Handeln vermitteln
- ehrenamtliches Engagement im Sinne von Übernahme von Aufgaben in Verantwortung für die Mitmenschen und das
  Gemeinwesen fördern
- beitragen zur Offenheit gegenüber und zur Verständigung mit Menschen anderer Nationalität und / oder Einstellung

Die gesetzlichen Grundlagen unserer Arbeit finden sich im Sozialgesetzbuch unter:
SGB VIII ( KJHG ) §§ 1-11, § 69, §§ 73 – 78

 

Eckpunkte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Aachen :

- Lebensweltorientierung: Unsere Arbeit orientiert sich an den Bedürfnissen, Wünschen und Vorstellungen unserer BesucherInnen. Es gilt der Satz: ' In der Jugendarbeit wird mit den Füßen abgestimmt ' in dem Sinne, dass eine offene Jugendeinrichtung nur dann erfolgreiche Besucherzahlen erreicht, wenn das Angebot für Kinder und Jugendliche stimmig ist.

- Sozialräumlichkeit: Als sog. Innenstadteinrichtung arbeiten wir im Kinderbereich in erster Linie sozialräumlich. Im Jugendbereich geht der Einzugsbereich weit über den Sozialraum hinaus. Über die Kooperation mit den verschiedensten Diensten und Einrichtungen nehmen wir unsere Anwaltschaft für Kinder und Jugendliche wahr. Im Rahmen des Möglichen analysieren wir den Sozialraum auf bedeutsame Fakten und Ereignisse, um unsere Arbeit diesbezüglich anzupassen.

- Geschlechtsdifferenzierung: Unsere Einrichtung verfügt über Angebote für Jungen wie für Mädchen.

- Interkulturelles Lernen : In einer multikulturell besuchten Einrichtung wie der unseren ist interkulturelles Lernen Voraussetzung für einen gut funktionierenden Betrieb. Insbesondere die Toleranz Anderem gegenüber wird tagtäglich vollzogen und eingeübt. Integration in unserem Hause bedeutet nicht Assimilation, sondern vielmehr verstehen wir uns als einen Ort an dem Individualität und Vielfalt gelebt werden kann.

- Wertevermittlung: Werte werden da erfahrbar, wo sie gelebt werden. Insbesondere durch unsere MitarbeiterInnen werden diese begreifbar und erfahrbar gemacht. Personales Angebot bedeutet gerade in diesem Kontext Vorbildfunktion zu haben und verschiedene Wertvorstellungen zu diskutieren und zu vergleichen.

- Politisch-gesellschaftl.-und demokratisches Lernen: Findet in unserer OT auf verschiedenen Ebenen statt. Von der situativen Entscheidung über einzelne Angebote, über BesucherInnenversammlungen zu bestimmten Themen bzw. Vorhaben bis hin zur Mitarbeit in unserem Ehrenamtlerteam bietet sich ein breites Spektrum an Lernmöglichkeiten.

- Chancengleichheit: Grundvoraussetzung der offenen Arbeit in unserer Einrichtung

- Schlüsselqualifikationen: Der Erwerb von Schlüsselqualifikationen insbesondere im sozialen Bereich ist grundlegendes Ziel unserer Arbeit. Über die täglichen Anforderungssituationen im Bereichen wie Sozialverhalten, Medien, Arbeitsmittel etc. werden diese Qualifikationen erworben bzw. vermittelt.

 

Kooperation und Vernetzung:

- AGOT = Arbeits Gemeinschaft Offener Türen:

a.) Träger-Heimleiter-Konferenz
b.) Leiterkonferenz
c.) Mitarbeiterkonferenz

- Pfarrgemeinde: GdG-Rat, Gemeindeausschuss, versch. Arbeitskreise
- Büro der Regionen / kirchl. Jugendpflege
- Abteilung 1.3 im Bistum Aachen (Kinder/Jugendliche/Erwachsene)

- Wicked Dance Class / Andreas Maintz
- ARTbewegt e.V.
- Klang & Farbe / Philipp Schulte                                                                                                                                             - Verein: 'Fans för Öcher Kenger'
- Verein: 'Streuengelche van de Rues'
- Stadtsportbund Aachen e.V.                                                                                                                                                  - Bildungsbüro der Städteregion AC                                                                                                                                         - afterglow, lukomski gbr